Merz: Lockern von Sanktionen gegen Russland "falsch"

USA erlauben Moskau Öl-Verkauf:Merz: Lockern von Sanktionen gegen Russland "falsch"

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Kanzler Friedrich Merz kritisiert die Entscheidung der USA, kurzfristig den Verkauf von russischem Öl zu erlauben. Die USA reagieren damit auf steigende Ölpreise.

Friedrich Merz spricht während des Festaktes anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Bundeskriminalamtes.

Bundeskanzler Merz hat die US-Entscheidung kritisiert, den Verkauf von russischem Öl wieder zu erlauben. Er nennt das falsch und fordert, den Druck auf Moskau weiter zu erhöhen.

13.03.2026 | 0:47 min

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Entscheidung der USA zu einer befristeten Lockerung von Handelssperren für russisches Öl kritisiert. Bei einem Besuch in Andøya in Norwegen sagte er:

Jetzt Sanktionen zu lockern, aus welchem Grund auch immer, halten wir für falsch.

Friedrich Merz, Bundeskanzler

Es habe am Mittwoch eine Schaltkonferenz der G7-Staats- und Regierungschefs gegeben, auch mit US-Präsident Donald Trump. "Es gab eine sehr klare Meinung von sechs Mitgliedern der G7, dass dies nicht das richtige Signal ist", fügte der Kanzler hinzu.

Es gebe auf dem Ölmarkt ein Preis-, kein Mengenproblem. Insofern wolle er gerne wissen, welche Motive die amerikanische Regierung noch dazu bewogen hätten, diese Entscheidung zu treffen.

Der russische Präsident Wladimir Putin trifft sich am 10. März 2026 im Kreml in Moskau mit dem Chef der Volksrepublik Donezk, Denis Puschilin (nicht im Bild).

Der Iran-Krieg lässt die Ölpreise steigen und bringt Russland als großem Exporteur zusätzliche Einnahmen. Experten bezweifeln jedoch, ob der Effekt anhält.

13.03.2026 | 2:40 min

Selenskyj alarmiert, Macron zurückhaltend

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht in der Entscheidung der USA eine Gefahr für sein angegriffenes Land. "Allein diese Lockerung durch die Vereinigten Staaten könnte Russland etwa zehn Milliarden Dollar für den Krieg zur Verfügung stellen", sagte Selenskyj bei einem Besuch in Paris. Die Entscheidung der USA sei "nicht die richtige Entscheidung", sagte er.

Das hilft mit Sicherheit nicht dem Frieden.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Anders bewertet Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den Schritt: Er sieht in der vorübergehenden Lockerung keine generelle Abkehr von den Strafmaßnahmen. Die USA hätten eine zeitliche begrenzte und an Bedingungen geknüpfte Abweichung verfügt, sagte Macron in Paris. Diese nehme die von den USA selbst beschlossenen Sanktionen nicht nachhaltig und umfassend zurück.

Iran-Krieg - Tanklager in Hamburg

Die durch den Iran-Krieg gestiegenen Ölpreise spielen Russland in die Karten. Als einer der weltweit größten Öl-Exporteure verdient Moskau trotz Sanktionen wieder mehr.

12.03.2026 | 1:50 min

USA erlauben zeitweise Verkauf von russischem Öl

Die USA hatten zuvor wegen der steigenden Ölpreise infolge des Iran-Krieges eine Lizenz für den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten bis zum 11. April erteilt. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, die Genehmigung solle "die globale Reichweite des bestehenden Vorrats erhöhen".

Bessent versicherte auch, die Maßnahme werde der russischen Regierung keinen "signifikanten finanziellen Vorteil verschaffen".

Sabine Fischer mit Christoph Wiesel-Lancé

"Natürlich verliert Russland auch viel durch diesen Krieg", sagt Dr. Fischer. Es gebe aber auch Bereiche, in denen Russland profitiere - etwa bei "Aufhebungen von Ölsanktionen".

13.03.2026 | 4:47 min

Merz berät in Norwegen über weitere Unterstützung der Ukraine

Merz beriet in Norwegen mit Regierungschef Jonas Gahr Støre unter anderem über Möglichkeiten zur Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland.

In dem Zusammenhang sagte Merz: "Russland zeigt leider weiter keine Verhandlungsbereitschaft. Wir werden und müssen deshalb den Druck auf Moskau weiter erhöhen." Die Unterstützung für die Ukraine werde fortgesetzt.

Wir werden uns davon nicht durch den Iran-Krieg abbringen oder ablenken lassen.

Friedrich Merz, Bundeskanzler

Bundeskanzler Friedrich Merz trifft Jonas Gahr Støre in Norwegen

Die Pressekonferenz von Kanzler Friedrich Merz und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre in Norwegen.

13.03.2026 | 31:05 min

Die USA hatten wegen des russischen Invasionskrieges gegen die Ukraine russisches Öl mit Sanktionen belegt. Nach Beginn des Iran-Kriegs vor knapp zwei Wochen sind die Rohölpreise in die Höhe geschossen, weil Teheran die für Öllieferungen wichtige Straße von Hormus praktisch gesperrt hat. In Deutschland macht sich dies etwa durch einen Preisanstieg an den Tankstellen bemerkbar.

Merz: Deutschland wird sich nicht an Iran-Krieg beteiligen

Der Kanzler kritisierte bei seinem Besuch in Norwegen, dass weiterhin keine Strategie erkennbar sei, wie der Krieg der USA und Israels gegen Iran zu Ende gebracht werden solle. Er sehe derzeit keinen Anlass für einen internationalen Militäreinsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus oder gar eine deutsche Beteiligung.

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Aktuelle Entwicklungen der Eskalation
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Nach dem US-israelischen Angriff auf Iran gilt derzeit eine wacklige Waffenruhe. Die für den Handel wichtige Straße von Hormus ist weitgehend blockiert. Alle Entwicklungen live.
Die Halle im Azadi-Sportkomplex in der iranischen Hauptstadt liegt in Trümmern, nachdem eine Reihe von Angriffen der USA und Israels die Anlage zerstört hat
Liveblog
Quelle: AFP, Reuters, dpa, AP
Über dieses Thema heute Xpress in dem Beitrag "Merz kritisiert gelockerte Russland-Sanktionen" am 13.03.2026 um 12:01 Uhr.

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